• Fuzzy Logik 2011

    Die Gegenstände der Alltagswelt haben für mich ungleich mehr Eigenschaften, als ihnen der Zweck vorschreibt.

    Wenn aufgrund von Mangel improvisiert werden muss, dann werden diese Eigenschaften relevant; dort beginnt für mich die Kunst: Wenn man den Dingen mehr zutraut als gewohnt. Dann ergeben sich neue Ordnungen- ungewohnte, aber plötzlich selbstverständlich wirkende Verwandtschaftsbeziehungen  und Zusammenklänge stellen sich heraus.

    So tritt der Künstler an die Grenze zur Magie:  Er führt vor, das alles mit allem zusammenhängt.  Eine Welt wird sichtbar, in der es keine Zweckentfremdung gibt.

    Ich versuche also die Dinge hierarchie- und zweckfrei, als gleichberechtigte Bausteine für die Kunst wahrzunehmen.

    Analog dazu behandle ich die verschiedenen Medien Malerei, Fotografie, Installation und Video gleichwertig. Denn auch zwischen diesen stellt sich mit der Zeit eine „Improvisationsgrammatik“ heraus: sie filtern und betonen unterschiedliche Eigenschaften unterschiedlich. Sie werden zum Dolmetscher zwischen den Dingen oder zur Bühne, auf der diese sich- interagierend- dem Publikum präsentieren.


    Die Ausstellung Fuzzy Logik wird fotografisch von Walther Le Con dokumentiert.

  • Empfänger

    überirdische Installation, Glas, Antenne, Kupferrohr, Radio

  • fuzzy glowstone

    Elektroinstallation, Pappmachè, Glühbirnen, Kabel, 70 x 70 x 70 cm, 2011

  • fuzzy glowstraw

    Öl auf Leinwand, 50 x 70 cm, 2006

  • Fuzzy hanging video

    Videoinstallation, 2011

  • Blume

    Acryl auf Leinwand, 60 x 60 cm, 2011

  • Ausstellungsansicht Fuzzy Logik, Delikatessenhaus Leipzig, 2011

    Blume, Empfänger, Fuzzy Collages

  • Fuzzy Starschnitt

    Papiercollage hinter Glas mit Siebdruck, 42 x 37 cm, gerahmt, 2011

  • Fuzzy Filmbox

    Videoinstallation, Karton, Schlauch, Holzvasen, 2011

  • Heizung

    Acryl auf Leinwand, 70 x 50 cm, 2011

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